“[…] vom Rande eines nicht existierenden Zentrums, geriet sie in jenes, welches sich als ein ausgearbeitetes und entscheidendes Bilderdepot darstellte. Sie kam zufällig an, aber mit der klaren Vorstellung sich zu verlieren, sich zu vergessen, imstande geradeso nicht nachahmbar zu sein. Nicht weil es notwendig gewesen wäre. Es war nur raffinierte und ungeordnete Neugierde. Sie blickte verstohlen um ihre Augen, bewegte nur wenige Schritte. Eine Frage der Abmessung von Entfernungen und Einstellungen und gleich zeigte dieser Brand unbekannte Phosphoressenzen auf der Suche nach beschwörenden Kreuzungen, Kontakten und Schlussfolgerungen. Sie versäumte es nicht mit imaginären Linien jene verknoteten Erfahrungen zu verbinden, ungefähr wie Konstellationen der Gestirne, überrascht sich die Realität als ein wunderbares Kaleidoskop von durchdachten Widerspiegelungen vorzustellen. Alle Elemente dort drinnen, schienen am spielerischen und ironischen Umkippen von Metern und Minuten, von Atomen und Pixeln, Verderben und Rettung, Körper und Gedanken beteiligt zu sein. So wenigstens konnte man es glauben und sehen. Hören? Nur mechanische Klänge, aber gestimmt durch zahlenmäßige Kombinationen, metallische Umschreibungen, elektrische Manipulationen. Vielleicht um die große geometrische Perfektion zu kompensieren, unerwartet beflügelte Worte, neidisch und großzügig sich haschend, sich wahrnehmend, durchqueren ihre Netzhaut und ihr Gehirn, um es mit Illusionen, Irrationalität und Aberglaube zu beschmutzen. Zwischen irritierenden Rauchschwaden von molekularen und emotionalen Kenntnissen, glänzen auch Oxymora ein bisschen vor altertümlicher und unerschöpflicher Zerätzung. Scheinbare Essenzen, ideologische Wahrheiten, fehlgeschlagene Erscheinungen. Nichts Ernstes, ein Nichts an dem man mit nichts anderem vorbeikommt, als mit eleganter und berechtigter Gleichgültigkeit. Sie hielt an, akzeptierte die Dinge nicht bis auf den Grund zu verstehen, auch wenn sie in deren bezaubernde und viel versprechende Komplexität eingetaucht war. Bis auf den Abgrund. Bis auf die Unreinheit des Endes. An diesem Punkt war es, an dem sie es liebte sich den Wogen der dichten Farben hinzugeben, die in ihrer Transparenz zu betrachten sind und unter diesen unbestimmten Anregungen öffnete sie das Herz der Ungeduld, die ewige Bewegung. Wellen und Strömungen, um mit Bedacht die Grenzen zwischen den Dingen und den Gefühlen zu verwischen. Vermutlich war dies das große Geheimnis, zwischen den Grenzen, Zonen der unmittelbaren Nähe, Überlagerungen; vermutlich versteckte sie sich zwischen weiblichen Spalten der Fruchtbarkeit, gesättigt mit einer für wenig Geld zu erwerbenden Zukunft. Sie lächelte, es war schön zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten hin und her zu schwingen, dabei die Leere zu durchqueren. Sie wiegte sich, die eigene Sachlichkeit neu zeichnend. Sie versuchte sich neu zu erschaffen, dem Zufall die eigenen Koordinaten überlassend. Arbeit, Sex, Heim, Rhythmen, Geld, Beziehungen. Sie überließ dem Zufall die letzte Entscheidung, die am Ende die zwischen Leben und Tod ist. Zwischen dem Glauben &Mac226;zu sein’ und dem Wunsch nie&Mac226;zu sein’. Auf einen Augenblick die Zeit der Erfahrungen komprimiert. Mit einfachen Gesten ihre Figur und ihre Präsenz neu zusammengefügt. Es gab keine Schatten, es gab keine Gerüche noch gab es sonstige Götter. Und sie begann zu spielen, sich unschuldig wähnend, als sei es der erste Tag der Welt […]”

giaNLUca pernAFelli, Pattern XA.K., 2006

“[…] dalla periferia di un centro inesistente, capitò in quello che all’apparenza si presentava come un elaborato e cruciale deposito di immagini. Arrivò per caso ma con l’idea chiara di perdersi, dimenticare sé, riuscire ad essere passabilmente irripetibile. Non perché fosse necessario. La sua era solo raffinata e scomposta curiosità. Sbirciò intorno ai propri occhi, mosse pochi passi. Questione di distanze da calibrare e di messa a fuoco e subito quel rogo mostrò fosforescenze inedite in cerca di ibridazioni evocative, contatti e inferenze. Non tardò ad unire con linee immaginarie tali esperienze nodali, quasi astri in costellazioni, sorprendendosi a pensare la realtà come un meraviglioso caleidoscopio di ragionati riflessi. Tutti gli elementi, lì dentro, sembravano partecipare di ribaltamenti gioiosi e ironici tra metri e minuti, atomi e pixel, perdizione e salvezza, corpo e pensieri. Così almeno si poteva credere e vedere. Sentire? Solo rumori meccanici ma intonati di combinazioni numeriche, circonlocuzioni metalliche, manipolazioni elettriche. Forse per compensare tanta geometrica perfezione, improvvise parole alate, invidiose e generose si rincorsero, accorsero, percorsero la sua retina e il suo cervello sporcandoli di illusioni, irrazionalità, superstizioni. Tra le volute di urtanti saperi molecolari ed emozionali, brillarono per poco anche ossimori noiosi di antica e inesauribile corrosività. Essenze apparenti, verità ideologiche, epifanie abortite. Nulla di serio, un nulla su cui si poteva passare oltre con elegante e ragionevole indifferenza. Si fermò, accettò di non capire fino in fondo pur di immergersi in complessità incantevoli e promettenti. Fino all’abisso. Fino all’impurità della fine. Fu allora che amò abbandonarsi ai flutti di colori densi da guardare in trasparenza, e sotto quelle indefinite sollecitazioni aprì il cuore all’inquietudine, eterno movimento. Onde e correnti, a cancellare con cura la linea di confine tra le cose e le emozioni. Probabilmente il grande segreto era tutto lì, tra frontiere, zone di prossimità, sovrapposizioni; probabilmente si nascondeva tra fessure femminee di fertilità sature di futuri da comprare con poche monete. Sorrideva, era bello oscillare dal noto all’ignoto e poi via indietro, attraversando il vuoto. Si cullava, ridisegnando la propria oggettività. Tentò di ricrearsi, affidando al caso le proprie coordinate. Lavoro, sesso, casa, ritmi, soldi, relazioni. Affidò al caso la decisione ultima, che in definitiva è quella fra la vita e la morte. Fra il credere nell’esserci e il voler non essere mai. Compresse all’attimo il tempo dell’esperienza. Con gesti semplici ricompose la sua figura e il suo presente. Non c’erano ombre, non c’erano odori né dei ulteriori. E iniziò a giocare, credendosi innocente, come fosse il primo giorno del mondo […]”

giaNLUca pernAFelli, Pattern

XA.K., 2006